Passwort vergessen?
Noch keinen Account ? Hier Registrieren

Porzellan-Manufaktur Meißen streicht Stellen

Drucken
Geschrieben von ig   
Donnerstag, 22. Juli 2010

Christian Kurtzke, seit 2008 Sanierer der Porzellan-Manufaktur Meißen hat einen Wandel vor. Aus dem Staatsbetrieb soll ein wettbewerbsfähiges Wirtschaftsunternehmen werden, so der Geschäftsführer. Dies geht nur wenn man Personalkosten einspart. In den kommenden Monaten sollen von den derzeit 784 Stellen 180 Stellen gestrichen werden. Die ersten betriebsbedingten Kündigungen sollen ab August erfolgen. Die übrigen Mitarbeiter müssen für mindestens 2 Jahre auf Sonderzahlungen, wie Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten.

Obwohl die Talfahrt des Unternehmens erfolgreich gestoppt werden konnte, und das Unternehmen ein Plus gegenüber dem Vorjahr aufweist, reicht es nicht aus. Kostenfaktor Nummer eins sind die Personalkosten und die seien zu hoch. So die Begründung von Kurtzke auf die Stellenstreichungen. Über kurz oder lang würde das Unternehmen an diesen horrenden Kosten zugrunde gehen. Daher hat man konkrete Wirtschaftsziele formuliert und die hierfür nötige Beschäftigungszahl ausgerechnet. So hat man die Wahrheit auf dem Tisch, dass das Unternehmen 250 Mitarbeiter zuviel hat, von denen nun 180 gehen müssen. Dabei will man vor allem in der Verwaltung und den zentralen Bereichen sparen, das künstlerische Personal soll weniger davon betroffen sein.

Das Ziel für 2011 sei der Umsatz von 2003 mit ca. 35 Millionen Euro. Hierfür wurde das Unternehmen umgebaut. So sind jetzt die einzelnen Bereiche stärker voneinander abgegrenzt. Man will Schmuck, Kunsthandwerk und die Architektur nun einzeln vermarkten. Es gibt schon eine Auftragsproduktion „Meißen Individuell“, die nur Kundenaufträge bearbeitet.

Trackback(0)
Kommentare (0)Add Comment

Kommentar schreiben
Dieser Inhalt wurde gesperrt. Sie können keine Kommentare abgeben.

busy
 
< zurück   weiter >

Sachsen Online RSS Feed  Dein Portal für den Freistaat Sachsen