Nachrichten
| Sachsen |
| Dresden |
| Leipzig |
| Chemnitz |
| Erzgebirge |
Wirtschaft
| Branchenbuch |
| Wirtschaftsnews |
Events in Sachsen
| Keine Termine |
Branchenbuch Einträge
Tillich über den Verkauf der SachsenLB |
|
| Geschrieben von nh | |
| Montag, 9. März 2009 | |
|
Alle Entscheidungen hätten im Dezember 2007 unter erheblichem Sach- und Zeitdruck gestanden. „Es drohte damals der Rücktritt der LBBW von der Grundlagenvereinbarung vom August 2007 und damit die Rückabwicklung des Kaufs. Dies wiederum hätte zur Folge gehabt, dass der Freistaat zusätzliches Kapital hätte zur Verfügung stellen müssen“ so Tillich. Bei einem Kaufrücktritt hätten die sächsischen Anteilseigner die SachsenLB zudem in die Lage versetzen müssen, die Refinanzierung von Kapitalmarktstrukturen mit einem Gesamtvolumen in zweistelliger Milliardenhöhe sicherzustellen. Andernfalls hätte die Schließung der Bank gedroht und die volle Gewährträgerhaftung für Verbindlichkeiten der SachsenLB und ihrer Tochtergesellschaften ebenfalls in Höhe eines zweistelligen Milliardenbetrages wäre an die sächsischen Anteilseigner zurückgefallen. „Dieses worst-case-Szenario galt es im Interesse des Freistaates, der sächsischen Kommunen und der sächsischen Steuerzahler zu verhindern. Zudem musste ein drohender Dominoeffekt auf die gesamte Bankenlandschaft in Deutschland vermieden werden. Die erneuten Gespräche mit der LBBW und in der Folge die Übernahme einer Garantie des Freistaates in Höhe von 2,75 Milliarden Euro für das in einer Zweckgesellschaft gebündelte Portfolio war daher ohne Alternative." Tillich hatte am 28.September 2007 das Amt des Finanzministers angetreten. Vor dem Untersuchungsausschuss verwies der Regierungschef darauf:„Bei meinem Amtsantritt war die Grundsatzentscheidung zum Verkauf der SachsenLB an die LBBW bereits gefallen. Es stellte sich in meiner Amtszeit nicht mehr die Frage des Ob, sondern nur noch des Wie im Hinblick auf die Abwicklung des Verkaufs der SachsenLB.“ Bis zu seiner Amtsübernahme als Finanzminister hätten sich seine Kenntnisse über die SachsenLB auf jene eines mit der Sache nicht näher befassten Kabinettsmitglieds beschränkt, weil er als Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Chef der Staatskanzlei und als Umwelt- und Landwirtschaftsminister keine unmittelbaren Berührungspunkte mit der SachsenLB gehabt und auch nicht den Aufsichtsgremien der SachsenLB angehört habe. Daher habe er keine eigenen Wahrnehmungen zur Geschäftspolitik der SachsenLB gehabt. Tillich sagte weiter, dass Deutschland unterdessen erlebt habe, wie andere Landesbanken ebenfalls in den Strudel der Finanzkrise geraten seien und von Landesregierungen mit Milliardenpaketen gestützt werden mussten. Die Bundesregierung habe sich ihrerseits aufgrund der globalen Situation zur Stabilisierung des deutschen Finanzmarktes inklusive seiner Privatbanken gezwungen gesehen und einen Rettungsschirm von 500 Milliarden Euro gespannt. „Die Probleme der SachsenLB waren nicht singulär, die Sachsen LB ist vielmehr als eine der ersten Banken in den Strudel der weltweiten Finanzkrise geraten“, so Tillich.
Als Favorit markieren
Lesezeichen setzen
Trackback(0)
Kommentare (0)
![]() Kommentar schreiben
Dieser Inhalt wurde gesperrt. Sie können keine Kommentare abgeben.
|
| < zurück | weiter > |
|---|
Werbung
Aktuelle Nachrichten
- Gasvergleich kann sich lohnen
- Private Rentenversicherung - wichtiger denn je
- Stromanbieter wechseln
- Sensation bei Messe "Partner Pferd"
- Nudossi auf Expansionskurs
- Cajun wird in Leipzig gebaut
- Physiker in Dresden
- 10 Jahre Silicon Saxony
- 2010 gutes Jahr für Wintertourismus
- Taubenplage in Leipzigs Citytunnel


Dresden