Karl May Archiv bald wieder in Sachsen? |
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Geschrieben von ig
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Montag, 7. April 2008 |
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Lothar Schmid, Inhaber des Karl-May-Verlags in Bamberg bietet dem Land Sachsen das Karl-May-Archiv für 15 Millionen Euro zum Kauf an. Das Ultimatum dazu läuft noch bis 10.April. Vor 4 Jahren hatte es bereits erste Verhandlungen gegeben, die jedoch ohne Erfolg blieben. Die nun geforderten 15 Millionen sind Sachsen jedoch eindeutig zu hoch. Sollte es bis zum Donnerstag zu keiner Einigung kommen, wolle Schmid den Nachlass an Privatleute oder die freie Wirtschaft verkaufen.
Der Nachlass umfasst unter anderem zehn handschriftlich verfasste Werksmanuskripte, sowie Postkarten, Gedichte und auch musikalische Kompositionen. Unabhängige Schätzungen renommierter Gutachter und Auktionshäuser haben den Nachlass unterschiedlich beziffert. Die Zahlen reichen von einer Million bis zu 8,6 Millionen Euro.
Da er das Archiv aber gern in Sachsen sehen würde, wandte sich Schmid in einem Brief an die sächsische Kunstministerin Eva-Maria Stange(SPD). Darin unterbreitet er ihr das Angebot, dass Sachsen zunächst nur eine Hälfte des Archivs kauft und für die andere eine Option erhält. Damit würde sich die finanzielle Belastung für Sachsen zunächst halbieren. Am Verkaufspreis von insgesamt 15 Millionen Euro will er allerdings nichts ändern.
Sollte es zu keiner Einigung kommen, ist auf alle Fälle trotzdem sicher, dass das Archiv nicht ins Ausland verkauft werden kann, da das Karl-May Archiv seit Anfang März auf der Liste zum Schutz deutschen Kulturgutes gegen Abwanderung ins Ausland steht.
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