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Hochwasserschutz für Eilenburg fast komplett

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Geschrieben von nh   
Freitag, 19. September 2008

Umweltminister Frank Kupfer hat heute den vorletzten und gleichzeitig größten Bauabschnitt für den Hochwasserschutz der Stadt Eilenburg (Landkreis Nordsachsen) übergeben. Mit der 570 Meter langen und 2,3 Millionen Euro teuren Hochwasserschutzmauer am rechten Ufer der Mulde erhält auch das Industrie- und Gewerbegebiet am ECW-Wasserturm Schutz vor einem Hochwasser, wie es statistisch einmal in 100 Jahren eintritt (HQ100).

Am linken Muldeufer wurde bereits seit 2001 ein komplexes Hochwasserschutzsystem um das Eilenburger Stadtzentrum herum entlang der Mulde und am Mühlgraben errichtet.

Der Freistaat Sachsen investiert 35 Millionen Euro in das Gesamtsystem, das 13 Kilometer lang ist. Im innerstädtischen Bereich wurden aus Platzgründen überwiegend Hochwasserschutzmauern gebaut, die teilweise bis zu 13 Meter Tiefe gegründet werden mussten. Vor allem außerhalb des Ortskerns wurden die neuen Hochwasserschutzanlagen als Deiche ausgeführt.

Wenn der letzte Bauabschnitt zum Schutz der Ernst-Mey-Straße (Bau 2009) abgeschlossen ist, hat Eilenburg als erste sächsische Stadt einen derartig komplexen öffentlichen Hochwasserschutz. Aber schon jetzt ist die Stadt durch die bereits fertig gestellten Maßnahmen weitgehend geschützt.

„Der Hochwasserschutz für die Stadt Eilenburg ist hervorragendes Beispiel dafür, wie im guten Zusammenwirken zwischen Freistaat, Kommune und den anderen Beteiligten Jahrhundertaufgaben in wenigen Jahren gelöst werden können,“ so Umweltminister Frank Kupfer. „Ich hoffe, dass dieses Beispiel Vorbildwirkung hat. Wir haben weitere große Hochwasserschutzvorhaben auf dem Plan, die gemeinsam zügig vorangebracht werden müssen.“

Die Stadt Eilenburg war zum Augusthochwasser 2002 großflächig bis zu zwei Meter hoch überschwemmt. 7500 Menschen mussten evakuiert werden. Die Schäden beliefen sich auf mehrere hundert Millionen Euro.

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