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Neue Farbe für das Johanneum sichtbar

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Geschrieben von nh   
Donnerstag, 2. Oktober 2008

Nachdem die Gestaltungskommission der Landehauptstadt Dresden im Juli eine neue Farbe für die Fassaden des Johanneums festgelegt hat, wird diese nun erstmals für die Öffentlichkeit sichtbar. Gestern fielen die Gerüste an der Westfassade. Die Fassaden sind einfarbig und natursteinfarben. Die Einfarbigkeit entspricht dem gestalterischen Konzept aus der Umbauphase von 1872-1876 und lies sich anhand von Farbresten aus der Entstehungszeit rekonstruieren.

Außer der neuen Farbe wurden weitere Sanierungsarbeiten an der Westfassade durchgeführt (Entsalzung, ein neuer Blitzschutz, Putzarbeiten, Risssanierung, Fensteraustausch). Die Arbeiten zur Fassadensanierung werden jetzt bis zum Frühjahr 2009 an der Nordfassade (Stallhofseite) fortgesetzt.

Mit der Planung der Fassadensanierung des Johanneums wurde im Jahr 2007 begonnen. Es ist beabsichtigt die Fassaden, einschließlich der Fenster und der Außentüren, aber auch die Ornamentikelemente wie z. B. das Reiterrelief, im Neorenaissancestil (Umbauphase 1872-1876 durch Oberlandbaumeister Karl Moritz Haenel) wieder in alter Schönheit entstehen zu lassen.

Dabei werden im Jahr 2008 die oberirdischen Fassadenarbeiten, vom Gerüst aus, an der West- und Nordfassade durchgeführt, zeitgleich finden die Tiefbauarbeiten an der Ost- und Südseite statt. Im Jahr 2009 wird dies umgekehrt der Fall sein.

Mit der Fertigstellung der Fassaden des Johanneums wird im Dezember 2009 gerechnet. Die Projektleitung obliegt dem Staatsbetrieb SIB. Der Freistaat Sachsen investiert 4,4 Millionen Euro in die neuen Fassaden.


Hintergrundinformationen:

Kurprinz Christian II. legte am 6. Juni 1586 den Grundstein für den dreiflügeligen Renaissancebau, dessen Erdgeschoss zunächst als Stall und Wagenremise diente und der im Obergeschoss die kurfürstliche Rüstkammer beherbergte. Nach mehreren Umbauten im 18. Jahrhundert erfolgte der Wandel zum Ausstellungsgebäude. Der letzte große Umbau erfolgte 1872 bis 1876, in dessen Zuge das Gebäude die Fassade im Stil der Neorenaissance und zu Ehren König Johanns den Namen „Johanneum“ erhielt. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg begann ab 1954 der Wiederaufbau des Johanneums. Seit diesem Zeitpunkt nutzt das Verkehrsmuseum Dresden das Gebäude. Das Museum ist trotz der Einschränkungen für den Besucherverkehr geöffnet.

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