Passwort vergessen?
Noch keinen Account ? Hier Registrieren

Endspurt für die Fürstengalerie im Dresdner Schloss

Drucken
Geschrieben von nh   
Mittwoch, 22. Juli 2009

Die Fürstengalerie im Dresdner Schloss steht kurz vor ihrer baulichen Fertigstellung. Aus diesem Anlass besichtigte heute Finanzstaatssekretär Dr. Wolfgang Voß die Baustelle im ersten Obergeschoss des Zwischenflügels Nord.

Voß: „Ende Juli übergeben wir die Fürstengalerie an die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zur Bestückung mit Kunstwerken. Sie präsentiert ab Ende August auf rund 400 m² die sächsischen Kurfürsten und Könige in Form von Porträts und Büsten. Außerdem kann der Raum für repräsentative Zwecke, wie zum Beispiel Staatsempfänge, genutzt werden. Für die Fürstengalerie und den Eingangsbereich des Neuen Grünen Gewölbes investierte der Freistaat Sachsen 3,3 Millionen Euro.“

Der Bereich wirkt zeitgemäß und spiegelt dennoch die architektonischen Bezüge des Schlosses wider. So ist zum Beispiel der Fußboden aus Theumaer Fruchtschiefer nach historischen Maßen verlegt.

Theumaer Fruchtschiefer ist ein regionaler Naturstein, der den für das Schloss typischen Diagonalverband aufgreift. Die Fensternischen weisen noch den Rhythmus der Renaissancegliederung auf. Der Ausblick zum Großen Schlosshof prägt den Raum nachhaltig, gleichzeitig erhält die Galerie aus dieser Richtung das für die Ausstellung günstige Nordlicht. Die Gemälde werden zukünftig durch die mit rotem Stoff bespannte Wand besonders hervorgehoben.

Mit den Bauarbeiten wurde unter Projektleitung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) im November 2008 begonnen. Diesen waren Planungsarbeiten von rund einem Jahr vorausgegangen.

Die Fürstengalerie ist mit einer anspruchsvollen Raumlufttechnik ausgestattet. Ein enger Temperatur-Feuchte-Korridor ist zum Schutz der wertvollen Porträts unabdingbar. Derzeit erfolgen noch die letzten Arbeiten an der Wandbespannung und dem Fußboden. Parallel werden die Gebäudetechnik und die Klimaanlagen programmiert.

Weitere Stationen des Rundganges waren die Englische Treppe und der neue Eingangsbereich zum Neuen Grünen Gewölbe. Die Englische Treppe, die ihren Namen einem englischen Gesandten verdankt, bildet zukünftig den Hauptzugang zu den Museen im Wesflügel (Neues Grünes Gewölbe, Historisches Grünes Gewölbe und Kupferstichkabinett). Derzeit erfolgen hier die Rekonstruktion des Stucks, die Leistungen zur Wandfassung, die Modellentwicklungen zur Beleuchtung und die Verlegung der historischen bzw. ergänzten Mamorplatten.

Seit 1. Juli 2009 finden die Besucher einen zusätzlichen Raum auf ihrem Weg in das Neue Grüne Gewölbe (135 m²) vor. Vier Vitrinentürme zeigen den mühevollen Weg der Restaurierung des Historischen Grünen Gewölbes und stimmen die Gäste darauf ein, dass der Staatsschatz auf zwei Ebenen präsentiert wird. Außerdem sind die ehemalige Probewand des Juwelenzimmers und ein Zeitraffer über die Rekonstruktion des Pretiosensaals zu sehen. Der Bereich bildet später einmal die Verbindung zwischen Fürstengalerie und Neuem Grünen Gewölbe.

Trackback(0)
Kommentare (0)Add Comment

Kommentar schreiben
Dieser Inhalt wurde gesperrt. Sie können keine Kommentare abgeben.

busy
 
< zurück   weiter >

Sachsen Online RSS Feed  Dein Portal für den Freistaat Sachsen